Therapie

Notwendigkeit von Physiotherapie   (Prof. Dr. med. Dieter Pongratz)

Physikalische Therapie (Einzel-KG) bei FM (Auszug aus dem Heilmittelkatalog)

“Fibromyalgie, physikalische Therapie und Krankengymnastik - Ein Erfahrungsbericht”
(Darstellung mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. J. Wild)

Funktionstraining beim Fibromyalgie - Syndrom kann für 24 Monate (budgetunabhängig)
verordnet werden!
Das Antragsformular füllt der Arzt aus (er kann den Vordruck bei der KV anfordern). Die jeweilige Krankenkasse bestätigt darauf die Kostenübernahme. Die so bestätigte Verordnung dem Therapeuten aushändigen. Dieser darf auch bei einer Langzeitverordnung innerhalb des Behandlungszeitraums mehrfach (z.B. quartalsweise) mit der Krankenkasse abrechnen.

Folgeverordnungen (gesondertes Formular) über diesen Zeitrahmen hinaus sind möglich, wenn die “Motivation zur langfristigen Durchführung des Übungsprogramms in Eigenverantwortung langfristig krankheits- oder behinderungsbedingt nicht gegeben ist.” 
S. hierzu Bekanntmachung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, publiziert im Deutschen Ärzteblatt vom Mai 2004! Hier zur Arbeitserleichterung: BEGRÜNDUNGSTEXT FÜR DEN ARZT

FM - Kranke fallen durch eine Überaktivität des Sympathikus und eine gestörte Stressachse (mangelnde Entspannungsfähigkeit) auf.
Progressive Muskelentspannung nach Jacobson und Meditation zum Stressabbau, i.S. von Trainieren der Entspannungsfähigkeit, erweisen sich als sehr hilfreiche Möglichkeiten selbstständig auf dem mentalen Weg, auch eine muskuläre Tonus - Minderung (es existieren Muskelverhärtungen u. -verkürzungen pp. mit Trigger- u. Tenderpoints) herbeizuführen, in deren Folge Druck von schmerzsignalisierenden Nerven (Nozizeptoren) genommen wird, was automatisch eine Schmerzlinderung bringt.
Die hier hinterlegte Studie (Wirkung der Achtsamkeitsmeditation auf Fibromyalgiekranke in englischer Sprache, publiziert im Journal “Psychosomatic Medicine 2002”, belegt diesen mental - mechanischen Wirkmechanismus.
Auf frühere und aktuelle psychosoziale Stressoren (z.B. traumatische Erlebnisse, auch sexueller Missbrauch, Operationserfahrungen, Mobbingsituationen, Über- u. Unterforderungen pp.) sollte in der Ursachenfindung geachtet werden, denn auch durch sie kann eine erhöhte Anspannung verursacht und konstant aufrecht erhalten werden. Diese lässt sich durch geeignete Bewältigungsstrategien (Verminderung und Ausschalten von Stressoren) ebenfalls reduzieren!

Behandlungsübersicht mit Wirksamkeitsbewertung 
(Vordruck, geeignet zur Therapie-Erfolgskontrolle oder als Gedächtnisstütze für einen
Arzt- oder Gutachterbesuch)